08. - 28.08.2023
Von Frankfurt (FRA) mit Eurowings Discover nach Windhoek Hosea Kutako (WDH) - Suricate Tented Kalahari Lodge - 240km
Alle Infos zu Reisen nach Namibia findet ihr hier auf der Webseite von Chamäleon-Reisen
Endlich ist es soweit - auf geht's nach Namibia. Nachdem wir bereits 2020 die Reise gebucht hatten und diese dann leider pandemiebedingt abgesagt wurde, holen wir das nun nach. Via Leipzig geht es mit der Deutschen Bahn zum Flughafen nach Frankfurt, von wo aus uns die Eurowings Discover nach Windhoek (WDH-Hosea Kutako) bringt. Mit etwas Verspätung (...in FRA geht es schon später los und wegen des Putsches im Niger, müssen wir noch den dortigen Luftraum umfliegen) landen wir dann in Windhoek, wo wir bereits von Steffi, unserer Reiseleiterin, erwartet werden und auch die anderen Mitglieder unserer Reisegruppe treffen. Wir haben diese Reise über Chamäleon-Reisen (Reise Diamonds) gebucht und sind so mit einer kleinen Gruppe von 12 TeilnehmerInnen unterwegs. Kaum sind die Koffer verstaut, geht es auch schon los in Richtung Süden. Über Dordabis und Uhlenhorst geht es durch die Kalahari, wo wir kurz hinter Hoachanas in unserer ersten Unterkunft, der Suricate Tented Kalahari Lodge, eintreffen. Auch wenn alle schon einen langen Tag hinter sich hatten, geht es am Abend auf den ersten Gamedrive, wo wir bereits viele Tiere wie Springböcke, Oryxantilopen, Giraffen, Zebras und auch zwei Breitmaulnashörner entdecken können. Zum Abschluss gibt es auf einer Kalaharidüne noch einen Sundowner - leckeren Gin Tonic. Ziemlich erschöpft aber schon voller Eindrücke fallen wir dann am Abend ins Bett.
Von der Kalahari zum Fish River Canyon - Köcherbaumwald bei Garas - Gondwana Canyon Lodge - 450 km
Nach der ersten Nacht im "Glamping-Zelt" erwachen wir am Morgen mit einem farbenprächtigen Sonnenaufgang in der Kalahari. Gegen 08:00 Uhr gibt es das Frühstück, welches wir mit Blick auf ein Wasserloch genießen, wo sich bereits die ersten Springböcke versammelt haben. Dann geht es los zur nächsten Etappe, welche uns weiter nach Süden führen wird. Auf der B1 erreichen wir Mariental, wo wir tanken und im lokalen Sparmarkt ein paar kleine Dinge für unterwegs erstehen. Auf der asphaltierten Straße (...das sollte in den nächsten Tagen eher die Ausnahme sein) geht es weiter nach Keetmanshoop immer in Sichtweite vom Weißrand, einer viele Kilometer langen Abbruchkante. Kurz vor dem Ort besichtigen wir den Köcherbaumwald bei Garas. Hier bieten sich bei strahlend blauen Himmel tolle Fotomotive. Ein paar Fotos später fahren wir weiter über die B4 in Richtung Lüderitz. Kurz vor Seeheim biegen wir auf die C12 zum Naute Dam ab, wo wir einen nächsten kurzen Fotostopp einlegen. Die Landschaft hier ist schier endlos weit und wird immer karger und trockener. Im Licht der bereits tief stehenden Sonne erleben wir eine tolle Szenerie - wie noch so oft in den kommenden Tagen. Dann erreichen wir die Canyon Lodge, welche inmitten von Felsen eingebettet ist. Das Areal wird von vielen Klippschliefern belagert und am Abend spazieren Oryxantilopen durchs Gelände.
Zum zweitgrößten Canyon der Erde - Fish River Canyon - Canyon Roadhouse - Gondwana Canyon Lodge - 73 km
Heute steht bereits einer der Highlights auf unserem Programm - die Fahrt zum Fishriver Canyon. Nach dem Frühstück geht es über staubige Pisten bis nach Hobas, wo der "Eingang" zum weitläufigen Areal ist. Von dort sind es nochmals einige Kilometer bis zum Canyon. Dort wandern wir entlang der Abbruchkante und erleben geniale Ausblicke in den zweitgrößten Canyon dieser Welt. Tief unten beim sog. Hells Bend schlängelt sich der - im Moment meist ausgetrocknete - Fischfluss, welche nach tektonischer Verschiebung nachfolgend das tiefe Tal geschaffen hat. Den besten Blick hat man vom Viewpoint aus hinunter ins Tal. Dann wandern wir weiter bis zum Hikers Point, wo der Abstieg hinunter zur mehrtägigen Canyonwanderung beginnt. Mit vielen Bildern im Kopf und auf der Speicherkarte fahren wir dann als nächstes zum Canyon Roadhouse, wo wir eine kurze Mittagspause einlegen. Da darf das namibische "Nationalgetränk" - der Rock Shandy - dazu natürlich nicht fehlen. Das Roadhouse bietet neben leckerem Essen auch noch eine Vielzahl von alten Autowracks, welche von früheren Zeiten künden und im als auch rings um das Restaurant aufgestellt sind. Dann geht es zurück in die Canyon Lodge, wo wir uns am Pool bei kühlen 15°C Wassertemperatur erfrischen. Am Abend unternehmen wir noch eine Wanderung um die Lodge und erleben einen spektakulären Sundowner - natürlich mit Gin Tonic.
Vom Fish River Canyon ins Sperrgebiet - Naute Kristall Distillerie - Kriegsgefangenenlager bei Aus - Klein Aus Vista - Desert Horse Inn - 303 km
Nach dem Frühstück werden unsere Koffer schnell im Minibus verstaut und es geht wieder entlang der C12 in Richtung Naute Dam. Die Fahrt führt entlang einer kaum befahrenen Bahnlinie, wo wir bei Holoog einen ersten Fotostopp an einer Eisenbahnbrücke machen. Kurz vor dem Staudamm folgt dann der nächste Stopp in der Naute Kristall Distillerie, wo wir bei Katrin, der namibiadeutschen Inhaberin, den lokalen Gin verkosten. Zwei kleine Flaschen treten dann auch den Heimweg nach Deutschland mit an. Dann erreichen wir wieder die asphaltierte B4. Bei Seeheim führt diese über den im Moment trockenen Fishriver und über Goageb erreichen wir am Nachmittag unser nächstes Quartier - das Desert Horse Inn in Klein Aus Vista. Kurz bevor wir dort ankommen, machen wir noch einen Abstecher zum ehemaligen Kriegsgefangenenlager bei Aus, wo die Soldaten der ehemaligen deutschen Schutztruppe interniert waren. Am Abend wandern wir dann noch gemeinsam hinauf auf einen Aussichtspunkt, wo wir von oben das Stonehorse bestaunen. Diese Steinfigur wurde in riesiger Größe aus vielen Steinen zusammengestellt und symbolisiert die hier bei Garub lebenden wilden Pferde. Auch hier erleben wir einen farbintensiven Sonnenuntergang über der Weite der namibischen Steppe.
Ghosttown Kolmanskop - Lüderitz - Grosse Bucht - Diaz Point - Agate Beach - Desert Horses in Garub - Desert Horse Inn - 316 km
Am Morgen ist es sehr frisch - es ist eben Winter im südlichen Afrika. Bei 5°C geht es mit Jacke zum Frühstück. Dann fahren wir auf der B4 in Richtung Westen an die Küste. Die Fahrt geht durch das Sperrgebiet, wo noch immer Diamanten gefunden werden. Die Straße führt durch Wüstenlandschaften und immer wieder pustet der Wind den Sand auch über die Straße. Dann erreichen wir die alte Diamantenstadt Kolmanskop bzw. Kolmannskuppe, welche zum Anfang des 20. Jahrhunderts zu Zeiten des Diamantenrausches ihre Blütezeit hatte. Heute geben die Ruinen ein surreales Bild ab und die Wüste holt sich Stück für Stück die alten Häuser zurück. Nach einer kurzen Tour mit einem Guide, streifen wir dann noch einige Zeit durch die Geisterstadt. Dann geht es ein paar Kilometer weiter an die Atlantikküste nach Lüderitz. Auch hier sind die Reste der deutschen Kolonialzeit unübersehbar und viele deutsche Schriftzüge und Straßennamen prägen noch immer das Ortsbild. Im Restaurant "The Portuguese Fisherman" essen wir leckeren Fisch zum Mittag. Vorbei am Goerke-Haus fahren wir hinauf zur Felsenkirche, welche über dem Ort thront. Weiter geht die Fahrt auf einer Halbinsel zur Grossen Bucht, wo wir viele Flamingos bestaunen können. Über das Diaz Kreuz und den dortigen Leuchtturm führt der Weg zurück über Lüderitz zum nahen Agate Beach. Leider finden wir dort keine Achate, wie man anhand des namens vermuten könnte. Dann geht es wieder zurück in Richtung Aus. Bevor wir wieder in unserer Unterkunft eintreffen, biegen wir noch zu den Desert Horses Viewpoint bei Garub ab. Leider sind dort keine der wilden Wüstenpferde zu finden. Wieder geht ein toller Tag in Namibia mit einer Fülle von Eindrücken zu Ende.
Vom Sperrgebiet zum Namib-Naukluft National Park - Tirasberge - Helmeringshausen - Duwisib Castle - Tsarispass - Sesriem - Desert Hills Lodge - 367 km
Auch heute haben wir wieder eine eisige Morgentemperatur, was sich aber im Laufe des Tages wieder schnell ändern wird. Unsere heutige Etappe führt uns nordwärts über die C13 durch die Tirasberge in Richtung Helmeringshausen. Der kleine Weiler besteht aus wenigen Häusern, einem Laden einer Tankstelle und einem kleinem Hotel, wo wir einen Zwischenstopp im dortigen Restaurant einlegen, um den angeblich besten Apfelkuchen Namibias zu verkosten. Der ist auch wirklich sehr lecker. Weiter geht es in Richtung Maltahöhe auf der C14. Bevor wir den Ort erreichen, biegen wir auf die D831 und weiter auf die D826 zum Duwisib Castle ab. Hier mitten im Nirgendwo hat sich zu Zeiten der deutschen Schutztruppe der sächsische Offizier Hansheinrich von Wolf eine kleine Privatburg bauen lassen. Da alles Inventar und Baumaterial außer den Steinen aus Deutschland herangeschafft werden musste, kann man sich den Aufwand kaum vorstellen. Über den Tsarispass (Zarishoogte) geht die Fahrt weiter in Richtung Naukluftberge. Hier gehen wir auf der Passstraße ein kurzes Stück zu Fuß und erleben eine tolle Kulisse. Auf der C19 erreichen wir dann kurz vor Sesriem unsere Unterkunft für die nächsten beiden Tage - die Desert Hills Lodge. Die Chalets sind den markanten Nestern der Webervögel nachempfunden und wir sind begeistert von der tollen Architektur. Eines der besten Unterkünfte auf unserer Rundreise. Da inzwischen das Thermometer 28°C anzeigt, springen wir nach der Ankunft in den Pool. Dessen Wassertemperatur liegt allerdings deutlich tiefer bei geschätzten 15°C, was uns eher zu einem kurzen Bad bewegt. Nach dem Abendessen bestaunen wir dann noch den Sternhimmel und sehen nicht nur deutlich das Kreuz des Südens sondern auch die Milchstraße mit bloßem Auge - phantastisch.
Die Dünen am Sossusvlei - Deadvlei - Sesriem Canyon - Desert Hills Lodge - 191km
Heute klingelt um 05:45 Uhr der Wecker - eigentlich für die Urlaubszeit eine eher unchristliche Uhrzeit. Da aber die Lichtstimmungen in den Dünen im Licht der Morgensonne besonders imposant sind, starten wir nach einer schnellen Tasse Kaffee bereits im Dunkeln gegen 06:45 Uhr von unserer Lodge in Richtung Dünen. Dort sind wir einer der ersten Fahrzeuge am Gate, welches pünktlich zum Sonnenaufgang geöffnet wird. Dann fahren wir in das weitläufige Areal und sehen nicht nur die ersten Dünen, sondern auch einige Tiere in der Weite des Tales. Einige Heißluftballons steigen auf und sicher bietet der Ausblick von dort oben ganz spezielle Perspektiven. Vorbei an der bekannten Düne 45 fahren wir bis zum Ende der Asphaltstraße. Dort steigen wir in ein Allradshuttle um, welches uns noch ein paar Kilometer weiter bis kurz vor das Sossusvlei bringt. Hier steigen wir aus und wandern hinüber zu einem der Highlights Namibias, dem Deadvlei. In dieser Salzpfanne inmitten der riesigen Dünen stehen jahrhundertalte abgestorbene Kameldornbäume. Auch wenn es noch etwas diesig ist, so bietet sich hier eine geniale Szenerie. Nach vielen Fotos geht es dann wieder zurück zum Shuttle. Nach einem Abstecher zum Sossusvlei bringt uns das Shuttle dann wieder zum Parkplatz zurück, wo der Minibus wartet. Auf gleicher Strecke geht es zurück zum Parkeingang. Nachdem wir dort noch getankt haben, fahren wir noch ein paar Kilometer weiter zum Sesriem Canyon. Hier hat der Tsauchab River ein enges Tal geschaffen, in welches wir hinabsteigen und zwischen den hohen Felswänden entlang schlendern. Dann geht es wieder zurück zur Lodge, wo wir den Tag mit einem Bad im Pool ausklingen lassen.
Von der Wüste an die Küste - Solitaire - Tropic of Capricorn - Gaubpass - Kuiseb River - Kids Haven Waisenhaus - Walvis Bay - Swakopmund - Hotel Pension a La Mer - 363 km
Am Morgen starten wir nach dem Frühstück zu unserer nächsten Etappe, welche uns wieder zurück an die Küste führen wird. Nachdem wir entlang der Naukluftberge in Richtung Norden gefahren sind und dabei die trockenen Flussbetten von Tsauchab und Tsondab passiert haben, machen wir in Solitaire einen ersten Halt, wo wir nicht nur die vielen alten Autowracks bestaunen, sondern auch in der dortigen Bäckerei den (...wieder mal) besten Apfelkuchen Namibias verkosten. Der kann aber nach einstimmigen Urteil nicht mit dem aus Helmeringshausen mithalten. Auf sehr holprigen "Wellblechpisten" geht es weiter durch die Wüste. Kurz vor dem Gaubpass machen wir einen Fotostopp am Wendekreis des Steinbocks - Tropic of Capricorn. Ein Foto von diesem Punkt und dem dazugehörigen Schild darf in keiner Namibiadokumentation fehlen. Kurz danach holpern wir über die Piste am Gaubpass und einige Zeit später folgt dann unweit des Kuisebriver eine Pause an einem Viewpoint, wo wir einen weiten Blick über die Landschaft haben. Über eine markante Brücke überqueren wir den Kuiseb und einige Zeit später welchselt dann der Straßenbelag und wir fahren auf einer Salzpiste, was nach dem "Gehoppel" auf den Pisten eine Wohltat ist. Schon von Weitem sehen wir dann die Kräne des Hafens von Walvis Bay. Bevor es zur Waterfront geht, besuchen wir noch das Waisenhaus Kids Haven, wo wir einen Einblick in die Lebenssituation von den Kindern, welche hier Aufnahme gefunden haben, erhalten. An der Waterfront machen wir dann eine kurze Pause und erleben unzählige Flamingos, welche hier unweit der Küste im Wasser stehen. Dann verlassen wir die wichtigste Hafenstadt Namibias entlang der längsten Palmenallee Afrikas in Richtung Langstrand und erreichen ca. 30 Minuten später Swakopmund, welches auch das "südlichste deutsche Seebad" genannt wird. Hier sieht man noch viele Relikte aus der deutsche Kolonialzeit und die Stadt am Meer ist auch noch ein Zentrum der deutschen Kultur im Lande. Einen ersten Überblick erhalten wir bei einer Stadtrundfahrt, welche uns an vielen Gebäuden aus der deutschen Epoche (z.B. Hohenzollernhaus, Woermannhaus...) vorbeiführt. Nachdem wir unser Hotel a la Mer, unweit des Jetty, bezogen haben, geht es am Abend zum Essen noch zum "Platz am Meer" im Norden der Stadt, wo wir im "Blue Grass"-Restaurant hervorragend zu Abend essen.
Katamarantour von Walvis Bay - Pelican Point - Stadtbummel Swakopmund - Hotel Pension a La Mer - 65 km
Heute steht eine Katamarantour auf unserem Programm. Nach einem kurzen Frühstück werden wir von einem Shuttle vorm Hotel abgeholt, welches uns nach Walvis Bay bringt. Es ist am Morgen wirklich ziemlich kalt und wie so oft ziehen Nebelschwaden vom Meer herein. So haben wir leichte Zweifel, ob unsere gebuchte Tour eine gute Idee war. Mit all unseren dicken Sachen ausgestattet, gehen wir auf den Katamaran. Kaum sind wir aus dem Hafenbereich heraus, springt schon ein Seelöwe auf unser Boot. Inzwischen zeigt sich auch das Wetter von seiner versöhnlichen Seite und der Nebel weicht und es ist windstill - so ist alles bestens. Kurze Zeit später fliegen einige Pelikane auf unseren Katamaran und es ist ein tolles Erlebnis, diese majestätischen Vögel aus unmittelbarer Nähe zu sehen. In der Bucht liegen viele Schiffe auf Reede und die Fahrt führt uns an diesen vorbei bis hinaus zum Pelican Point. Dort markiert ein Leuchtturm die Landzunge und diese wird gesäumt von einer großen Seelöwenkolonie. Die können wir dann aus relativer Nähe bestaunen, sowohl an Land als auch im Wasser. Dann genießen wir an Bord noch ein Lunch, wo es neben frischen Austern noch viele andere leckere Sachen im Angebot gibt. Auf unserer Fahrt zurück werden wir von Bengueladelfinen begleitet. Diese sind relativ klein und zeichnen sich durch eine markante grau-schwarze Zeichnung aus. Zurück in Walvis Bay geht es dann wieder mit dem Shuttle nach Swakopmund. Am Nachmittag drehen wir noch eine Runde durch den Ort vorbei am Leuchtturm und Strandhotel. Am Abend geht es zum Essen ins Altstadtrestaurant, wo wir gut essen und es u.a. mit einem 500g Rumpsteak "aufnehmen".
In die Fransfontein-Berge - Wlotzkasbaken - Shipwreck - Skeleton Coast - Henties - Uis - Herero Craft Market - Ugab River - Gelukspoort Guestfarm - 387 km
Am heutigen Tag steht wieder eine längere Fahrstrecke auf unserem Programm. Nachdem wir uns beim deutschen Bäcker in Swakopmund noch mit ein paar Dingen eingedeckt haben, machen wir noch einen kurzen Stopp am Cornerstone-Guest House, welches von Steffi, unserer Reiseleiterin, geführt wird. Dann verlassen wir Swakopmund auf der C34, welche immer entlang der Küste nach Norden führt. Vorbei an den Salinen bei Swakopmund machen wir hinter der Feriensiedlung Wlotzkasbakken einen ersten Fotostopp an einem vor der Küste gestrandeten Schiffswrack, welches hier seit ein paar Jahren liegt und vor sich dahinrostet. Da das Wrack nicht das einzige ist, nennt man diesen Küstenabschnitt auch Skeleton Coast. Bei Henties biegen wir dann auf die C35 ab. Anfang kurz noch auf Asphalt doch dann weiter auf der Gravelroad bis Uis. Am Horizont sehen wir die Spitzkoppe und nähern uns dann auch dem Brandberg, wo sich der Königstein, mit 2.573m Namibias höchste Erhebung, befindet. Die Fahrt geht durch das Damaraland, wo wir unweit der Brücke über den Ugab-River einen Stopp am Herero Craft Market einlegen und ein paar kleine Souvenirs erstehen. Kurz vor Khorixas biegen wir dann auf die C39 ein, auf welcher wir unser heutiges Tagesziel - die Gelukspoort Guestfarm - erreichen. Hier erleben wir ein kleines Paradies inmitten endloser Weite. Nachdem wir unser Häuschen bezogen haben unternehmen wir am Abend noch einen Gamedrive durch das weite Gelände der Farm. Hier sehen wir wieder Tiere und erleben einen tollen Sonnenuntergang mit Blick auf die Fransfonteinberge, welcher natürlich von einem Gin Tonic begleitet wird. Zurück in der Lodge folgt dann noch ein leckeres Abendessen mit Kudusteak und vielen anderen Leckereien. Den Tag lassen wir dann am Lagerfeuer ausklingen.
Etosha Nationalpark - Ombika - Okaukuejo - Olifantsbad - Gemsbokvlakte - Etosha Village - ca. 178 km
Etosha Nationalpark - Ombika - Etosha Lookout - Rietfontein - Halali - Goas - Okaukuejo - Etosha Village - ca. 215 km
Von Etosha in die Otaviberge - Fort Namutoni - Tsumeb - Gabus Game Ranch - ca. 368 km
In den Otavibergen - Morgenspaziergang auf der Gabus Game Ranch - Winetasting Boshoff Vineyard - Gamedrive zum Tagesausklang - Gabus Game Ranch - 55 km
Von den Otavibergen nach Ouhave - Otjicrocs Krokodilfarm Otjiwarongo - Ouhave Country Home - 260 km
So langsam schließt sich der Kreis unserer Rundreise. So geht es heute schon wieder in Richtung Süden. Nachdem am Morgen die Koffer gepackt sind, fahren wir auf der B1 bis Otjiwarongo. Diese Stadt macht einen freundlichen Eindruck und kann auf eine vergleichsweise gute Infrastruktur verweisen. Da heute keine großen Programmpunkte anstehen, besuchen wir die Krokodilfarm in Otjiwarongo namens Otjicrocs. Ein Guide vermittelt uns viele Infos zu den Tieren, welche ein mehreren Becken, getrennt nach Altersklassen, gehalten werden. Auch wenn sie entweder in der Sonne dösen oder fast lautlos durch Wasser ihre Bahn ziehen, so möchten man nicht unbedingt in direkter Nähe der Reptilien sein. Ein kleines ca. zwei Jahre altes Krokodil können wir dann auch kurz in der Hand halten, doch die spitzen Zähne des Tierchens sollten wir nicht unterschätzen. Im angeschlossenen Bistro probieren wir dann auch Krokodilfleisch, welches fast wie Hühnchen schmeckt. Dann fahren wir weiter über die B1, um kurze Zeit auf die C22 und C30 abzubiegen. Nachdem wir das Waterbergplateau passiert haben, sehen wir auch schon die Hütten des Flüchtlingslagers bei Osire. Dort biegen wir dann in einen Fahrweg ab, welcher und nach einigen weiteren Kilometern zum Ouhave Country Home bringt. Hier ist es sehr ländlich von Rinderzucht geprägt. Auch wenn die Häuschen ganz nett eingerichtet sind, so haben die öffentlichen Bereiche um den Pool und das Haupthaus schon bessere Zeiten gesehen und machen einen ungepflegten Eindruck. Schade.... Am Abend unternehmen wir dann noch eine kurze Rundfahrt im offenen Wagen über das Farmgelände. Vor dem Abendessen erleben wir dann noch einen farbenprächtigen Sonnenuntergang auf dem Dach unseres Häuschens.
Von Ouhave über Windhoek zur Onjala Lodge - Pendukafrauen in Katatura - Stadtrundfahrt Windhoek - Onjala Lodge - 342 km
Heute geht es nun zu unserer letzten Unterkunft - zur Onjala Lodge. Bevor wir dort ankommen, stehen aber noch ein paar Punkte auf unserem Programm. Nachdem wir wieder die C30 bei Osire erreicht haben, geht die Fahrt weiter über die Nebenstraßen D2120 und D2180 zur B1, welche uns nach Okahandja führt. Hier gibt es einen großen Holzschnitzermarkt, welchen wir im Vorbeifahren sehen. Nach einem Tankstopp geht es dann auf der A1 (...das ist bisher das einzige Stück Autobahn, welches es in Namibia gibt) in Richtung Windhoek. Als wir den Stadtrand erreichen, biegen wir in den Stadtteil Katatura ab. Hier wohnen die Menschen in eher bescheidenen Verhältnissen und neben Wellblechhütten sehen wir viele Straßenhändler, welche u.a. mit Autoersatzteilen aber auch frischen Obst und Gemüse handeln. An einem kleinen Stausee recht idyllisch gelegen, erreichen wir das die Penduka-Kooperative. Das ist eine Art Genossenschaft, welche es Frauen ermöglichen soll, mit eignen Mitteln für ihren Unterhalt zu sorgen. Nach einem Mittagessen erstehen wir im Shop der Kooperative noch ein paar nette Dinge, welche wir mit nach Hause nehmen. Dann führt uns die Fahrt weiter ins Stadtzentrum von Windhoek. Am alten Bahnhof aus deutschen Zeiten fühlt man sich wie in alte Zeiten der Deutschen Reichsbahn versetzt. Nach ein paar Fotos geht es weiter zur Christuskirche, dem Tintenpalast und dem Unabhängigkeitsdenkmal, welches in seiner monumentalen Form eher an eine riesige Kaffeemaschine erinnert. Dann verlassen wir Windhoek über die B6 in Richtung Osten und erreichen im späten Nachmittags dann die Onjala-Lodge. Hier starten und/oder enden alle Reisen nach Namibia von Chamäleon-Reisen. Auf der Fahrt zur Lodge sehen wir unweit des Flughafens wieder riesige Rauchwolken aufsteigen. Das hat zur Folge, dass auch die Stromversorgung auf der Lodge unterbrochen ist. Das Thema löst sich dann aber recht schnell und am Abend gibt es wieder Strom. Am Abend verabschieden wir uns dann von unseren tollen Reiseleiterin Steffi, welche uns hier planmäßig verlässt. Sie hat wirklich einen tollen Job gemacht, unsere Reise perfekt begleitet und uns sicher über die nicht wirklich einfachen Straßen bzw. Pisten in Namibia gesteuert.
In der Onjala Lodge - Outdoorfrühstück - Safari mit Sundowner - Sternwarte der Onjala Lodge - Onjala Lodge
Nachdem die Temperaturen die letzten Tage sehr angenehm waren, ist es hier in der Onjala Lodge wieder deutlich kühler. Auch wenn man das aufgrund der weiten Ebene nicht vermutet, so liegen wir hier auf ca. 1.750m Höhe, was die Temperaturen erklärt. Vor dem Frühstück starten wir dann um 07:30 Uhr zu einer "Buschwanderung" bei frischen 3°C. Nachdem wir schon ein ganzes Stück unterwegs waren, erreichen wir plötzlich einen Picknickplatz, wo bereits für ein Outdoorfrühstück eingedeckt war. Mit einem tollen Blick zelebrieren wir hier ein Frühstück mit allem was man braucht. Frische Eierspeisen, Müsli und Marmelade und natürlich leckeres Kudu Räucherfleisch und Wildsalami. Eine wirklich tolle Überraschung, welche wir sehr genossen haben. Über Mittag chillen wir rund um den Pool, um dann am Abend auf einen letzten Gamedrive zu gehen. Hier sehen wir zum Abschied nochmals Giraffen, Strauße, Gnus und viele verschieden Antilopen wie Oryx, Impalas und Eland. Auf einen Hügel gibt es dann noch den obligatorischen Sundowner - Gin Tonic und dazu leckeres Biltong. Nach dem Abendessen machen wir dann noch eine Exkursion in die Sternwarte der Onjala Lodge. Durch die beiden Fernrohre sehen wir deutlich den Saturn mit seinen Ringen, die Krater des Mondes und die Sternenformation Alpha Centauri.
Heute geht nun unsere Rundreise zu Ende. So gehen wir ein letztes mal zum Frühstück und packen dann unsere Koffer. Wir sind froh, dass wir alles wieder verstauen konnten und alles in die Koffer hineinpasst. Nachdem wir das Zimmer geräumt haben, machen wir uns noch zu einer Runde durch das Gelände der Lodge auf den Weg. Leider meint es das Wetter heute zum Abschied nicht allzu gut mit uns. Es ist ziemlich kalt, bewölkt und windig. Gegen 15:00 Uhr geht es dann in ca. 45 Minuten Fahrt hinüber zum Hosea Kutako Airport von Windhoek, der ca. 45km außerhalb der Hauptstadt liegt. Ziemlich pünktlich startet dann die Eurowings Discover-Maschine und bringt uns, wieder mit einem Umweg um Niger herum, zurück nach Frankfurt/Main.
Inzwischen sind wir wieder zu Hause und blicken auf eine wunderbare Reise zurück. Namibia hat uns als Land begeistert, vor allem die Weite, die Stille und die Formen und Farben sowie natürlich die vielen Tiere, welche wir gesehen haben, machten diese Rundreise zu einem einmaligen Erlebnis. Während unserer Rundreise haben wir ca. 4.000 km auf meist holprigen Staubpisten zurückgelegt. Auch unsere kleine Reisegruppe war, gemeinsam mit unserer Reiseleiterin Steffi, eine coole Truppe, welche gut harmoniert hat. Gemeinsam haben wir viel erlebt, gelacht und uns "feingeistig" ausgetauscht.