25.10.2026: Rotorua – Whakapapa Village (200 km)
Übernachtung: Whakapapa Holiday Park (60,- NZ$)
Mobilfunkempfang:
5G 🛜
Wetter: Tag: ☁️ 🌤️ ☀️ 19°C (gefühlt 21°C), Nacht: 8°C



Von dampfenden Terrassen zum Lake Taupō – unterwegs Richtung Tongariro
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Wai-O-Tapu Thermal Wonderland, etwa 30 Kilometer von unserem Ausgangspunkt entfernt. Wir waren gespannt auf die berühmten farbenprächtigen Seen, dampfenden Becken und außergewöhnlichen Landschaften.
Der Eintritt ist mit 49 NZ-Dollar pro Person zwar nicht ganz billig, aber wir finden, dass sich der Besuch lohnt. Es gibt unglaublich viel zu bestaunen: bunte Terrassen, dampfende Erdspalten und blubbernde Becken. Und der Schwefelgeruch ist natürlich allgegenwärtig! Daran muss man sich erst einmal gewöhnen.
Wenn man durch das Gelände läuft, wird einem schnell bewusst, wie viel Arbeit dahintersteckt, diese außergewöhnliche Landschaft für Besucher zugänglich zu machen. Die Wege und Holzstege müssen schließlich gepflegt und instand gehalten werden. Da versteht man auch, warum der Eintritt seinen Preis hat.
Wenn die Sonne den Green Lake zum Leuchten bringt
Besonders in Erinnerung geblieben ist uns der Green Lake. Als wir dort ankamen, war der Himmel noch ziemlich bewölkt. Wir trafen ein Pärchen aus Prag, und wir kamen miteinander ins Gespräch. Gemeinsam warteten wir darauf, dass sich die Wolken vielleicht noch verziehen würden.
Dabei unterhielten wir uns auch über die Māori und ihre Traditionen. Es ging unter anderem um die Vorstellung, dass bestimmte Māori die Natur beeinflussen könnten – sogar Wolken und Sonnenschein.
Und tatsächlich: Kurze Zeit später riss die Wolkendecke auf und die Sonne kam zum Vorschein. Plötzlich leuchtete der See in einem kräftigen Grün. Was für ein toller Anblick! Natürlich wissen wir, dass die Lichtverhältnisse dafür verantwortlich sind. Aber der Moment hatte trotzdem etwas Besonderes. Da wartet man gemeinsam mit wildfremden Menschen auf die Sonne, kommt ins Gespräch und wird schließlich mit diesem Anblick belohnt.

Wir wissen nicht, wie die anderen Thermalgebiete rund um Rotorua im Vergleich abschneiden, aber Wai-O-Tapu können wir auf jeden Fall empfehlen. Die Farben, der Dampf und die ungewöhnlichen Formen der Landschaft sind wirklich beeindruckend. Man steht davor und staunt, was die Natur hier geschaffen hat.
Eine Pause am Lake Taupō – fast doppelt so groß wie der Gardasee
Danach ging es weiter in Richtung Tongariro-Nationalpark. Unterwegs hielten wir immer wieder an schönen Aussichtspunkten, um Fotos zu machen und die Landschaft zu genießen.
Schließlich entdeckten wir eine schöne Stelle am Lake Taupō. Hier legten wir eine Pause ein und ruhten uns etwa eine halbe Stunde am Ufer aus.


Der See ist wirklich beeindruckend und wirkt mit seiner Weite beinahe wie ein Meer. Um sich die Größe einmal vorstellen zu können: Mit rund 616 Quadratkilometern ist er fast doppelt so groß wie der Gardasee! Er ist der größte See Neuseelands. Kaum zu glauben, wenn man am Ufer steht und versucht, das andere Ende zu erkennen.
Der Lake Taupō ist vulkanischen Ursprungs. Wenn man bedenkt, welche gewaltigen Naturkräfte diese Landschaft einst geformt haben, bekommt der friedliche See noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Heute liegt er ruhig und wunderschön in der Landschaft – zumindest meistens.
Eigentlich wollten wir die Gelegenheit nutzen und eine Runde schwimmen gehen. Doch daraus wurde leider nichts. Am Ufer lagen jede Menge Steine, die durch das Wasser unglaublich glatt geworden waren. Selbst mit Badeschuhen war es schwierig, sicheren Halt zu finden.
Dazu kam ein überraschend kräftiger Wellengang, obwohl kaum Wind wehte. Wir konnten uns gar nicht erklären, woher die Wellen kamen. Jedenfalls war uns das Ganze dann doch etwas zu abenteuerlich, und so gingen wir nur bis zu den Knien ins Wasser.
Ein richtiges Bad war das zwar nicht, aber die Pause am See war trotzdem wunderschön. Manchmal muss man seine Pläne eben spontan ändern. Wir genossen noch ein wenig die Aussicht, bevor wir uns wieder auf den Weg machten.
Stellplatzsuche mit kleiner Überraschung
Unser Tagesziel war der Whakapapa Holiday Park am Rand des Tongariro-Nationalparks. Die Suche nach unserem Stellplatz gestaltete sich allerdings etwas komplizierter als gedacht.
Als wir ankamen, war die Rezeption bereits geschlossen. Zum Glück hatten wir vorher online reserviert. An der Rezeption gab es eine Box, aus der wir unsere Unterlagen samt Stellplatzplan abholen konnten.
Doch als wir zu unserem zugewiesenen Platz fuhren, war dieser bereits von einem anderen Camper belegt. Und natürlich war niemand zu sehen, den wir hätten fragen können. Na toll – was nun?
Zum Glück entdeckten wir an der Tür der Rezeption einen weiteren Plan. Darauf waren die Stellplätze markiert, die auch nach Büroschluss noch frei und beziehbar waren. So konnten wir uns selbst einen anderen Platz suchen.
Das fanden wir richtig praktisch. Auch wenn es zunächst etwas umständlich war, konnten wir das Problem unkompliziert lösen. Ein gutes System für alle, die erst später am Abend ankommen!


Nach dem Abendessen machten wir noch einen kurzen Spaziergang und ließen den Tag gemütlich ausklingen. Nun heißt es, die Sachen für morgen vorzubereiten, denn es steht ein besonderes Abenteuer bevor: Wir wollen im Tongariro-Nationalpark wandern gehen.
Wir sind gespannt, was uns dort erwartet, und hoffen natürlich auf gutes Wetter und tolle Ausblicke. Jetzt freuen wir uns aber erst einmal auf eine erholsame Nacht nach einem abwechslungsreichen Tag voller Farben, Naturwunder und kleiner Reiseabenteuer.


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